Hier ein Bericht im Meininger Tageblatt über den Start der Kinderstadt Meiningen – Im Anschluss finden Sie die Radio-, Fernsehberichte!!!

„Tiberanda hey“ schallte es am ersten Morgen gleich mehrfach lautstark in der Meininger Altstadt zwischen Töpfemarkt und Schwabenberg. Über das Wochenende ist hier eine kleine Zeltstadt in vorhandenen Altstadtlücken entstanden. Nur mit Visum, welches Interessierte beantragen können, dürfen Besucher die per Schlagbaum gesicherte Kinderstadt betreten. Das Besuchsrecht ist dabei auf maximal 30 Minuten und höchstens zehn Personen gleichzeitig beschränkt, wobei auch die Möglichkeit einer Führung innerhalb der Stadtmauern von Tiberanda besteht. Alle Bewohner verfügen über einen Ausweis mit Lichtbild, der sie täglich von 9 bis 16 Uhrzum Betreten von Tiberanda berechtigt, sogar ein Bürgerbüro gibt es hier.

Nikolai Warth vom Verein Projekte M, Träger und Initiator der Kinderstadt, begrüßte die jungen Bewohner auf Zeit. Nachdem Sven Magnus die Fahne mit dem Stadtwappen gehisst hatte, fügten die Kinder Steine zu einem großen Buchstaben T auf dem Boden zusammen – die symbolische Grundsteinlegung von Tiberanda.

Gunther Strohbusch überbrachte als stellvertretender Bürgermeister von Meiningen einen Auftrag an die Bewohner von Tiberanda. „Bringt Leben in die Altstadt. Prägt und gestaltet die Stadt Meiningen. Organisiert ein tolles Kinderstadtfest in Tiberanda. Kommt in Kontakt mit den Bürgern aus Meiningen. Erfüllt die Aufträge der acht Gesandten“, heißt es in dem Schriftstück welches er verlas und an Nikolai Warth übergab. Auch überbrachte er die Grüße von Bürgermeister Reinhard Kupietz, der sich derzeit im Urlaub befindet.

Für die Mädchen und Jungen gab es zunächst eine kurze Führung durch das neu gegründete Städtchen Tiberanda mit seinem Marktplatz, dem Rückzugsraum zur Erholung und den Werkstätten.

In den Zelten der Stadt bringen Betreuer den Kindern die verschiedensten Berufsrichtungen vom Künstler bis zum Handwerker näher. Doch nicht jeder der 93 Sprösslinge kann in der Kinderstadt den Beruf erlernen, den er sich erträumt hat. Bei der Vielzahl der Bewerber musste eine Auswahl, natürlich unter Berücksichtigung der Wünsche, getroffen werden. Bis zum Nachmittag hatten alle Mädchen und Jungen einen Beruf gefunden, in dem sie sich im Lauf der Woche ausprobieren können.

Die Angebote, die der Verein Projekte M und die zahlreichen Helfer von Stadt und anderen Institutionen vorbereitet haben, sind vielfältig und kreativ. Andreas Schweikert aus Tübingen unterweist seine Lehrlinge in der Schmiedkunst. Jan Eppler aus Queienfeld macht mit den jungen Leuten Musik. Unter Anleitung von Katja Lüdicke aus Bauerbach gibt es ein Kochseminar für interessierte Mädchen und Jungen. Bei Sven Magnus geht es um handwerkliche Fertigkeiten. Ein ponygroßes Tier aus Beton soll während der einwöchigen Werkstatttage entstehen. Karolin Wagner möchte die künstlerische Ader der Kinder, die sie unterrichtet, fördern. Bei Maja Gille aus Leipzig gibt es einen kleinen Exkurs in Schauspielunterricht. Bei Erna Sommer dürfen sich die Jungen und Mädchen in der Akrobatik und Artistik versuchen. Alexander Keiner bietet den Kindern beispielsweise einen kleinen Einblick in die Arbeit von Mediengestaltung und Journalismus.

Täglich in der Zeitung

Mediengestalter

So werden die jungen Mediengestalter ab morgen jeden Tag selbst in FW Meininger Tageblatt über die Ereignisse in ihrer Kinderstadt berichten. Die Aufträge an die Gruppen, die sich bis zum Nachmittag zusammengefunden hatten, überreichten feierlich Gesandte, die von der Stadt, den Schulen und Vereinen sowie von unserer Zeitung kamen.

Weitere Informationen über die Kinderstadt auf: www.kinderstadt-meiningen.de

Bericht im MDR 1 Radio Thüringen von Heinz Diller:

Landeswelle Radiobericht:

Bericht über die Kinderstadt -Workshops (Südthüringen Fernsehen)

Dtoday: über die Kinderstadt

Bericht im Südthüringen Fernsehen

Eine Antwort »

  1. Leserbrief zum Abschluss der Kinderstadt Tiberanda

    Das Tor der Kinderstadt hat sich geschlossen. Tiberanda war ein Erfolg!
    Wer das sagt, muss es begründen. Ich will es tun.
    Erstens:
    Die Kinderstadt war integrativ. Nicht das eine Liste geführt wurde auf der ein paar Namen von Kindern mit Migrationshintergrund abgehakt werden konnten. Nein, alle die über 90 Kinder waren spielend bei der Sache, sie waren integriert. Auch die sonst vielleicht keine Rolle spielen, hatten ihren Platz gefunden, sie waren mit dabei. Es ging nicht darum wer ist der schnellste, die Schönste oder so. Es war wie ein Vogelschwarm in dem jeder einzelne wichtig ist und seinen Platz findet, Jeder mitgenommen wird auf die Reise, ganz vorn, oder mitten drin oder auch an der Seite. Selten genug in unserer Ellbogengesellschaft.
    Zweitens:
    Die Woche war Kreativ. Es war eben nicht Beschäftigungstherapie und Zeitvertreib nach der Devise: Hauptasche die Kinder sind von der Straße weg. In all diesen kleinen Gruppen ist etwas entstanden. Eine Seite in der Zeitung, ein Trickfilm, eine Zirkusnummer.
    Betonbauer haben ein Ungetüm erstellt, dass bald alle Touristen im Bleichgraben suchen werden. Schmiede haben eine Kugelbahn gebaut, die mich an meine lange zurückliegende Kindheit erinnerte. Die Kinder waren eben nicht abgeschoben in eine Spielecke mit Playstation und Schwammkopf, sie waren vielmehr ernst genommen mit all Ihren Talenten.
    Und Drittens:
    Es waren ja nicht nur die Kinder. 35 Mitarbeiter waren beschäftigt, so habe ich mir sagen lassen, meist im Hintergrund. Dazu kommen Vereine, Institutionen, Gaststätten, die Eltern und Großeltern, Sponsoren auch, die sich in verschiedenster Weise engagiert haben. Sie alle haben sich mit dem Projekt Kinderstadt 2011 identifiziert. Nicht mit Geld zu bezahlen, dass Bürger sich mit einer Sache identifizieren, sich einbringen, sich engagieren Es es wichtig für unsere Stadt, für die ganze Gesellschaft. Das wäre gut, wenn der Geist von Tiberanda, der Geist der Integration, der Kreativität und des Engagements, der auch in anderen Projekten zu finden ist, verstärkt würde. Zum Wohle unserer Stadt.

    Michael Wagner

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